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![]() 1991 fotografiert Wolfgang Scholvien den unbekannten Rennfahrer Michael Schumacher. 2004 druckt Artificial Image eine Edtion im Quadruplex-Piezo-Verfahren. 1971 schafft Heinrich Heidersberger eine Ikone der Architekturfotografie. 2004 entsteht ein digitaler Modern-Print vom Original-Negativ. |
![]() Digital mit dem Piezodrucker ausgegebene Schwarz-Weiss-Prints übertreffen heute die Qualität traditioneller Baryt-Abzüge. Pigmente auf schwerem, archivfestem Baumwollträger ergeben feinste Verläufe der Tonwerte, samtige Schwärzen und überzeugen selbst solche Kunden, die bisher die silberreichen Papiere zur Verarbeitung in der Dunkelkammer für das Mass aller Dinge hielten. Von Anfang an spielen monochrome Digitalabzüge eine bedeutende Rolle im Portfolio von Artificial Image. Einer ersten Serie von Ausstellungsprints des Projekts "AugenBlicke" von Hans Pieler, gedruckt 1999 mit der Iris auf Aquarelle Arches, folgen bald die ersten 70 Gesichter der großangelegten Serie "Nobel Laureates" von Peter Badge, die mittlerweile alle lebenden Nobelpreisträger in einer Portraitgalerie versammelt. Ebenfalls auf der Iris (auf Somerset Velvet Paper) geprintet, haben beide Serien weitere technische Gemeinsamkeiten: Die Verwendung klassischer, unbeschichteter Künstlerpapiere bei individueller Steuerung des Bildtons -- Dank eigener vierfarbiger Separationskurven mit hohem (langen) Schwarzanteil.
2000 beginnt bei Artificial Image die Ära des Graustufen-Drucks mit QuadBlack-Tinten, durch Tests diverser Pigmenttinten, die zunächst alle nicht überzeugen. Erst nachdem European Ink einen weitgehend neutral abgestimmten Tintensatz bereit stellt und eine speziell für den Einsatz in unserem Roland HiFi-Jet optimierte Schwarztinte entwickelt, sind wir -- und unsere Kunden -- voller Hoffnung. Als auch die für QuadBlack-Tinten leider typischen Probleme (Veränderungen des Farbtons und Dichteschwankungen, zuweilen innerhalb weniger Tage) mit Hilfe einer RIP-Software und eigens entwickelten Graustufen-Profilen beherrschbar scheinen, wagen wir 2004 die erste große Produktion, die komplette Auflage der Edition "Estoril" von Wofgang Scholvien (die ArtistProofs entstehen bereits 2002). Die Akzeptanz dieser Pigmentprints auf Hahnemühle Photo Rag ist hoch und in der Folge entschließen sich weitere Fotografen, darunter Hans Hansen und Klaus Kinold für diesen Weg. Artificial Image entschließt sich im Sommer 2004 zur Probe aufs Exempel. Zahlreichen Vintage- und Modern-Prints des Motivs "Kraftwerk der Volkswagen AG" von Heinrich Heidersberger, einer Ikone der Architekturfotografie, werden bei einer Präsentation in den eigenen Ausstellungsräumen digitale Pimentprints nach einem Scan des originalen, 18 x 24 cm großen Glasplatten-Negativs gegenübergestellt. Spätestens hier wird klar, daß die zuweilen noch verbreiteten Vorbehalte gegenüber dieser Technik jeglicher Grundlage entbehren. Die Steuerung des Bildtons nach warm oder kalt, bei den Iris-Prints ja von Beginn an möglich, wird Anfang 2005 auch bei FineArt-Prints mit pigmentierten Epson Ultrachrome Tinten erzielt. Die spezielle Separation über eine RIP-Software eleminiert praktisch vollständig die metameren Effekte dieser Tinten und macht so das möglich, was bislang vielleicht noch als einziger Vorteil der analogen Verarbeitung gilt: Die Ausarbeitung eines individuellen, monochromen Farbklangs. |
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