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Online seit 1998 | Letztes Update am 29. Juni 2006

Barytabzüge müssen vor dem Verkleben gewässert werden.

Baytpapapiere
Die Kaschierung von Photographien auf kartonstarkem Baytpapapier erfordert den Einsatz besonderer Materialien und Techniken. Die oft praktizierte Verwendung von Kalt- oder Heisslaminaten ist selten archivgerecht, oder die Klebekraft der eingesetzten Folien läßt mit der Zeit nach, was zur Ablösung des Prints führen kann. Hiervon besonders betroffen sind solche Photographien, die auf Grund wechselnder Ausstellungsbedingungen starken klimatischen Schwankungen unterworfen sind. Irreversible Schäden können so schon nach wenigen Monaten festgestellt werden. Dank einer Initiative der Photo-Restauratorin Gisela Harich-Hamburger kann Artificial Image eine archivarisch korrekte Alternative anbieten.

Wir verwenden für die Verklebung kartonstarker Barytpapiere ausschließlich hochreine Weizenstärke. Diese wird nach eigenem, in vielen Experimenten perfektionierten, Rezept zu Kleister verkocht und auf das Trägermaterial (ausschließlich Aluminium) aufgebracht. Der Fotoabzug wird zwischenzeitlich in destilliertem Wasser angefeuchtet, wodurch die Papierfasern etwas aufquellen. Der Fotoabzug wird nun auf das Trägermaterial aufgelegt und mit leichtem Druck angepresst. Während der langsamen Trocknung ziehen sich die Fasern des Papiers wieder zusammen: Das Resultat ist eine glatte, perfekte Oberfläche.

Ursprünglich stammt dieses Verfahren aus China: Bilder wurden in der traditionellen asiatischen Malerei oft als Hänge- oder Querrollen angelegt und mit Kleister aus Weizenstärke auf mehrere Schichten aus Papier oder Seide aufgeklebt. Auf Grund seiner hervorragenden Eigenschaften wie einer anhaltenden Elastizität und einer dauerhaften Klebekraft konnte das Bild starken Wechselbeanspruchungen ausgesetzt werden.

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